Zum Abschluss des Gwk-Blogs und dem baldigen Ende der 8. Klasse, entschied ich deshalb, mich vertiefend mit meiner Zukunft, dem Studieren, beschäftigen zu wollen. Ich hoffe vor allem, dass mir das Erarbeiten des Beitrags ein wenig die Augen bei der Wahl meines Studiengangs öffnet, da ich leider noch immer nicht weiß, wie ich mich nach der Matura weiterbilden (ob Uni oder FH) soll.
Bei denen Statistiken muss ich ehrlicherweise sagen, dass mich die meisten Zahlen sehr überrascht haben. Zwar habe ich mir gedacht, dass die Zahl der Langzeitstudierenden sehr hoch ist; jedoch nicht, dass etwa neun Prozent der Studenten in einem Semester erst gar nicht zu einer Prüfung angetreten sind. Dass dies aufgrund einer beruflichen Tätigkeit passiert, überrascht mich allerdings nicht. Abgesehen von der Trägheit wirken die anderen Antworten aber schon fast wie Ausreden. Ob mit Auslandsaufenthalt jetzt studieren oder Urlaub machen und die Welt erkunden gemeint ist, hätte mich interessiert, weil diese, wie ich finde, zu differenzieren sind.
Auch wenn ich das Brutto - Durchschnittseinkommen von Absolventen eines Bachelorstudiengangs doch ein wenig niedrig finde, war die Dauer bis zur Einstellung nach Erhalt des Diploms von einem Monat als überhaupt kürzesten Zeitraum sehr verblüffend. Ich hätte nicht geglaubt, dass sogar gefragte Fachkräfte trotzdem so lange zu warten haben.
Im Gegensatz überrascht mich das ausgewogene Ergebnis bei den Motiven für den Beginn eines Studiums eigentlich nicht. Ich hätte mir nur vielleicht gedacht, dass die berufliche Weiterbildung der häufigste Grund dafür ist. Im meinem Fall ist es auch nämlich so, dass ich auf jeden Fall studieren möchte, um mir die Möglichkeit einer zufrieden stellenden Karriere zu schaffen.
Bei den Statistiken möchte ich mich auch noch auf das Thema Mindeststudienzeit beziehen. Hierbei hätte ich nicht erwartet, dass es gerade bei den Medizinstudenten die meisten sind, welche ihr Studium in Mindestzeit bewältigen. Dass es in der Technik wiederum die wenigsten sind, ist bekannter Weise kein Geheimnis. Deshalb bin ich auch ganz froh darüber, dass mich dieser Zweig, abgesehen vom Architekturstudium, am wenigsten interessiert.
Ich kann jetzt eigentlich noch nicht sagen, ob ich bereits dazu im Stande bin mit dem Studieren zu beginnen. Dass ich bald die Schule verlasse, bereitet mir dafür weniger Sorgen. Für meine Zukunft sind die ersten Schritte einmal der positive Abschluss bei der Matura sowie die Wahl eines passenden Studiengangs für mich. In den letzten Wochen habe ich mich regelmäßig mit meiner Familie und alleine damit beschäftigt, was nun schließlich das richtige für mich wäre. So ganz erfolgreich war die ganze Sache bis jetzt noch nicht. Problematisch ist nur, dass mir bezüglich der Fachhochschulen die Zeit bald abläuft, da die Aufnahmetests bereits in den nächsten Monaten stattfinden.
Bei dem Test, welcher Studientyp ich denn sei, war in meinem Fall "der Erfolgsorientierte" das Ergebnis. Da ich zum jetzigen Zeitpunkt nur weiß, dass ich studieren möchte, und nicht, für welches Fach genau ich mich spezialisieren möchte, bezweifle ich, dass das Ergebnis tatsächlich auf mich zutrifft. Bei der folgenden Erläuterung steht nämlich auch noch, dass ein erfolgsorientierter Student ganz genau weiß, welche Arbeit dieser sich in Zukunft wünscht und vorstellt. Allerdings kann man auch sagen, dass ich vielleicht, wenn ich schließlich das richtige Studium für mich gefunden habe, mir meine Ziele klarer definieren kann.
Bezüglich der Aussagekraft dieses Tests lässt sich nicht vieles sagen, abgesehen davon, dass er es nicht ist. Natürlich gibt es verschiedene Typen von Studenten; genau in Gruppen zu differenzieren, sind sie allerdings nicht. Denn jeder Mensch ist, bezogen auf Ehrgeiz, Lernen oder auch Stress, ein Individuum: so tut sich der eine beim Lösen von mathematischen Aufgaben leichter, jemand anderes dafür beim Präsentieren oder Artikulieren. Auch wenn es als nette Hilfestellung für Akademiker gemeint ist, obliegt es jedem selbst, daran zu glauben, ob es nun wirklich so ist oder nicht.
Was ich nun nach der Matura studieren möchte, ist wohl die allerwichtigste Frage. Da ich mich selbst nie wirklich als gute Schülern gesehen habe (wobei es jetzt eigentlich ganz gut läuft) oder mich viele der Fächer eigentlich kaum interessierten, muss ich ehrlich sagen, dass ich ein wenig befürchte, dass es schwer für mich sein wird, das richtige Studium für mich zu finden. Vor allem, da man sich etliche Jahre damit auseinander setzt, sollte man nicht wahllos ein Studium anfangen. Man muss es wirklich wollen und wissen, wo die jeweiligen Ambitionen liegen. Ein Studium zu beginnen, weil andere Leute den Beruf cool finden, speziell, wenn sie eigentlich gar nicht wissen, was deren wirkliche Tätigkeiten sind, ist der falsche Weg. Ich hoffe einfach, dass ich es mit Unterstützung meiner Familie schaffe, eine Entscheidung zu treffen. Es kann natürlich jedem passieren, dass man zu Beginn trotzdem ein falsches Studium wählt. Das lässt die Welt ja auch nicht untergehen und aus Fehlern lernt man üblicherweise ja am besten. Ein Rückschritt bedeutet nicht immer den falschen Weg zu gehen, sondern vielleicht auch erst richtig Anlauf zu nehmen.
Meine Hauptmotive sind, wie vorhin schon erwähnt, auf alle Fälle die berufliche Weiterbildung. Da sich gute Jobaussichten für einen AHS-Maturanten in Grenzen halten, finde ich, dass das Studieren für mich die optimale Lösung ist. Einerseits habe ich das Glück, dass ich auf die finanzielle Unterstützung meiner Eltern auch in den nächsten Jahren zählen kann, und mich dadurch völlig aufs zukünftige Studium fokussieren kann. Andererseits glaube ich einfach, dass ich erst mit Abschluss eines Studiums die Arbeit, welche ich mir vorstelle, erhalten würde. Wichtig sind mir hierbei vor allem ein sicherer Arbeitsplatz, potenzielle Aufstiegschancen, sowie ein anständiger Lohn.
Aufgrund meiner Familie und Freunde weiß ich, dass das Leben eines Schülers mit dem eines Studenten nicht zu vergleichen ist. Wobei man bei Schüler von einem geregelten Ablauf des Semester, sprich stets unveränderte Stundenpläne, sprechen kann, erwarten einen Student diesbezüglich mehr Abwechslung. Einmal sitzt man die ganze Woche von früh bis spät auf der Hochschule, ein anderes Mal ist man dann wieder nur für wenigen Stunden vor Ort. Des Weiteren kann es sein, dass man einen Monat lang relativ entspannt nur Vorlesungen zu besuchen hat, wobei dann schnell eine Phase des Stresses, voll mit Prüfungen und Abgaben, folgt.
Welches Studium es nun wirklich sein wird, steht zwar noch aus; allerdings weiß ich zumindest, dass ich unbedingt studieren möchte und auch mit nötigen Engagement an die Sache herangehen werde, um meine Ziele für die Zukunft tatsächlich erreichen zu können. Zuerst aber sollen einmal die Matura geschafft sowie der richtige Studiengang ausgewählt werden, dann kann der Schritt ins neue Leben endlich begonnen werden.
Beurteilung:
Auseinandersetzung mit den Diagrammen: sehr ausführlich
Reflexion des Tests: ausführlich
Persönliche Reflexion: sehr ausführlich
Persönlicher Kommentar:
Ich finde, dass ich das Thema Studium sowie Zeit nach der Matura mit diesem Beitrag sehr ausführlich erörtert habe. Und was vor allem wichtig ist, dass mich wieder vertieft mit meiner Studienwahl beschäftigt habe. Natürlich würde ich mir wünschen, dass ich es jetzt schon wüsste; aber deshalb habe ich auch diesen Beitrag gewählt, weil ich gehofft hatte, dass es mir dann schließlich bei meiner Entscheidung ein wenig hilft, und zu wissen, auf was ich dabei dann zu achten habe. Zu dem Studientyp-Test hätte ich vielleicht noch mehr schreiben können, nur war für mich die persönliche Reflexion der wesentlichere Teil des Betrags.
Liebe Michi,
AntwortenLöschenDu hast den Arbeitsauftrag wirklich sehr ausführlich bearbeitet und dir viele Gedanken gemacht! Ich finde, es könnte dir nicht schaden, einmal ein bisschen an Selbstbewusstsein zuzulegen...! Du bist ein sympathischer, engagierter Mensch und kannst mit deiner positiven Einstellung sicherlich viel erreichen! Mach dich nicht selbst klein und lass dich nicht von Slebstzweifeln verunsichern. Ich bin mir sicher, welchen Weg du auch immer wählen wirst, dass du es gut machen wirst! Du gibst nicht leicht auf und kannst dich durchbeißen!
Auch wenn das jetzt ein bisschen geschwollen klingt: Höre auf deine innere Stimme, auf die kann man sich zumeist verlassen! Du wirst das schon machen und ich bin mir sicher das Leben nach der Schule in vollen Zügen genießen können!