Wien als Lebensraum
Wien ist
multikulturell und farbenfroh – diese Adjektiva sind die Schlagwörter welche in
den Lyrics immer wieder erwähnt werden und auch dieses Bild soll übermittelt
werden.
Die Sänger/Rapper sind alle aus verschiedenen Teilen dieser Welt, auch der 10. Bezirk,
der Teil Wiens, welcher bekannt ist für die Durchmischung aller Kulturen, wird
erwähnt.Typische Sehenswürdigkeiten wie den Stephansdom mit der Kärtnerstraße, der Stadt und der Heldenplatz werden perfekt in Szene gesetzt.
Unter anderem soll auch ein Bild von der typischen „Städtereisetour“ entstehen mit allen Wiener Bauwerken, aber auch vom normalen Leben soll berichtet werden.
So typisch hässliche Gemeindebauten, die vermehrt im 10., 11. oder 16. etc. gibt, der Ort wo die unterste Schicht „haust“. Denn wenn sie schon ein korrektes Bild von dieser Stadt zeigen wollen, dann dürfen sie diese Tatsachen nicht verheimlichen.
Auch ein Kritikpunkt meinerseits, ist der letzte Rapper – Ja, Wien ist anders, aber Wien hat noch immer Deutsch als Landessprache, also wäre zumindest ein Untertitel sehr vorteilhaft. Denn ein Österreicher mit ausschließlich deutscher Muttersprache versteht das nicht und auch andere Bewohner der Stadt, die keine Hintergründe und Wurzeln in den Ex-Jugoslawischen Länder haben, werden das leider nicht verstehen.
Viel würde ich am Video nicht ändern, denn wenn ich es grob ändere, dann würde es nicht mehr dieses Bild vermitteln. Das einzige, welches ich wirklich ändern würden wäre, dass ich eben Gemeindebauten zeige.
Es gibt nichts Schöneres als im Sommer durch die Altstadt, mit einem guten Eis in der Hand, zu spazieren oder sich im Gänsehäufel einen schönen Sonnenbrand zu holen. Wenn man genug von der Großstadt hat, kann man in den Lainzer Tiergarten fahren oder auf den Wienerberg und seine Ruhe genießen und dennoch ist man in Wien.
Kurz vor Weihnachten laden die diverse Weihnachtsmärkte ein zum bummeln und Naschereien zu verzehren. Sind wir uns ehrlich es gibt nichts Besseres im Winter, als am Rathausplatz seine Runden auf den Eislaufschuhen zu drehen.
Aber nicht nur die Aktivitäten die Wien bietet, macht Wien als lebenswerteste Stadt der Welt und auch für mich persönlich, sondern eine unglaublich tolle Wasserversorgung und die Qualität lässt nicht zu wünschen übrig. Zudem habe ich auch ein sehr sicheres Gefühl hier zu leben, nicht nur aus den Grund weil wir im Wohlstand leben und uns eine Sicherheitstür mit ungefähr 5 Sicherheitsriegeln leisten können, sondern auch weil wir viele Justizbeamte haben und eine sehr niedrige Kriminalitätsrate. Auch wenn durch die Regierung viele Polizeiposten gestrichen werden, denke ich nicht dass sich viel ändern wird.
In dieser Stadt hat man alles, was man zum Leben braucht, ruhige grüne Zonen, gute Lern- & Studienmöglichkeiten, ein tolles Sicherheitssystem, ein wunderbares öffentliches Verkehrsnetz (auch wenn ich mich oft über U-Bahn und CO aufrege), eine tolle Altstadt und gute Einkaufsmöglichkeiten.
Aber wie gesagt Wien hat auch negative Seiten, die mich persönlich meist anwidern.
Ich wohne im 3. Wiener Gemeindebezirk und auch bei mir in der Nähe gibt es viele Gemeindebauten und auch wenn ich das System gut finde, dass Familien und einzelne Personen vom Staat geförderte Wohnungen bekommen, finde ich die meisten Personen die dort Wohnen ziemlich schräg und ich weiß wovon ich rede – meine Oma wohnt in einer Gemeindewohnung und ich gehe jedes Jahr Sternsingen von Wohnung zu Wohnung.
Wenn ich da durch gehe und ständig Jugendliche sehe die in dem schirchsten Deutsch reden, ständig auf den Boden spucken, nein schlimmer so richtig „auf den Boden schlatzen“, Mädchen und Frauen aufs tiefste beschimpfen – denke ich mir so oft, „Hallo Prolo, erziehen euch eure Eltern nicht“. Oder ein anderes Beispiel, als Kinder haben wir in dem Hof gespielt und plötzlich leert eine alter Frau heißen Kaffee auf uns, dann denk ich mir, ich möchte nie in der Lage sein in so einem Wohnbau zu leben.
Auch widerlich finde ich diverse Gerüche die mir bei U-Bahnfahrten in die Nase kommen – im Sommer ist es natürlich noch viel schlimmer, wenn Leute zum schwitzen anfangen.
Ja auch wen es teilweise in Wien so schlimm für mich ist – bin ich dennoch froh hier leben zu können, denn wenn ich mir denke in einem zerbombten Ex-Jugoslawien zu leben, stellts mir alle Haare auf oder in der derzeitigen Situation in der Ukraine leben zu müssen und jeden Tag aufs neue fürchten zu müssen, ob ein Krieg ausbricht.
Gezeigt
werden in diesem Clip viele verschiedene Orte, unter anderem die Skyline Wiens
mit der Millenium City im Hintergrund. Vom
Wienfluss wird ebenfalls gesungen und danach im Video gezeigt, aber auch
die Gegenden unter den Brücken der
Donauinsel befinden sich Jugendliche die ihr Wien präsentieren wollen.
Es soll
auch ein multikultureller räumlicher Eindruck geschaffen werden, dass ein
Plätzchen ist, an dem sich jeder wohlfühlen könnte, wenn er will und bereit
dazu ist zu teilen mit Menschen aller Welt.
Auch wenn
die Produzenten sich sicher viel Mühe
gegeben haben dieses Video zu drehen, haben sie etwas Wichtiges vergessen zu
zeigen. Sie singen zwar von schlechten Seiten Wiens, zeigen aber nicht wie
Wiener (und auch zum Teil viele Migranten) leben.
Was mich
persönlich stört ist, dass sie nur von „Kanaken“, „Tschuschen“ und „Schwabos“
singen, aber Wien ist mehr. Hier leben auch andere Völker, wie Franzosen,
Engländer, Afrikaner und auch Asiaten, dass darf man nicht vergessen.
Für mich persönlich
hat Wien ein gutes Bild, aber auch ein sehr negatives Bild.
Wien für
mich als Lebensraum bedeutet für mich natürlich sehr viel – immerhin lebe ich seit
18 (bald 19) Jahren hier. Ich werde hier auch noch weiter Leben und studieren –
doch ich denke wenn ich in ein Alter gekommen bin, wo ich an Familienplanung
denke, werde ich aufs Land ziehen, ich weiß wie es ist, in einer kleinen
Wohnung spielen zu müssen als Kind und extra 10 Minuten zu Fuß zum nächsten
Spielplatz gehen zu müssen. Auch wenn es so toll war, sind die Vorzüge eines
großen Haus mit Garten noch viel besser.
2. Persönlicher Kommentar
Ich fand es ganz interessant dieses Thema zu bearbeiten, ich habe mich noch nie so intensiv mit meiner Heimatstadt beschäftigt wie bei dieser Arbeit.
1. Beurteilungsraster
Beurteilungskriterium
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Abstufungen
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Clipanalyse
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sehr ausführlich
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ausführlich
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ausreichend
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minimalistisch
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zu wenig
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persönliche Reflexion zu Wien
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sehr ausführlich
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ausführlich
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ausreichend
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minimalistisch
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zu wenig
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Ergänzungen zum Clip bzw. Clip anders gedacht
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sehr ausführlich
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ausführlich
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ausreichend
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minimalistisch
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zu wenig
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2. Persönlicher Kommentar
Ich fand es ganz interessant dieses Thema zu bearbeiten, ich habe mich noch nie so intensiv mit meiner Heimatstadt beschäftigt wie bei dieser Arbeit.
Liebe Sandra,
AntwortenLöschenZuerst möchte ich dir zustimmen, dass es sowohl gute als auch schlechte Seiten von Wien gibt.
Deine Clipanalyse ist sehr ausführlich und ich finde es sehr gut, dass du auch deine Kritikpunkte bezüglich dessen abgegeben hast. Und kann dir nur Recht geben, dass es eigentlich nicht in Ordnung ist, dass der letzte Rapper nicht Deutsch spricht, auch wenn es öfters erwähnt wird, dass Wien multikulturell ist und wir alle zusammen halten und jeder seinen Platz hier hat, gehört die deutsche Sprache zu einem Grundvorraussetzung in Wien, denn wie du schon gesagt hast, es ist nunmal unsere Landessprache. Und im Großen und Ganzen werden nur die guten Seiten dargestellt und wie viele MigrantInnen ihre Chancen nützen müssen und sich selber finden können. Doch jede Stadt hat ihre Nachteile und bin deiner Meinung, dass man jene nicht verheimlichen sollte.
Deine Bemerkung zur Veränderung des Clips kann ich vollkommen nachvollziehen, ich bin auch der Meinung, dass mehr Verkehrsmittel und Gemeindebauten gezeigt werden sollten, da man dadurch auch einige Schattenseiten Wiens zu sehen bekommt. Und nicht nur alles farbenfroh und perfekt ist. Da es hauptsächlich über die MigrantInnen geht, sollten auf jeden Fall Gemeindebauten gezeigt werden, wie du schon wiedergegeben hast, ist es ein tolles System und bezieht sich meistens auf MigrantInnen und deshalb sollten auch jene im Clip dargestellt werden.
Zu deinem persönlichen Empfinden bezüglich Wiens:
Ich kann mich nur anschließen, gibt es etwas schöneres als die Kärtnerstraße entlang zu spazieren oder die wunderschöne Weihnachtszeit in Wien zu genießen? Nein!
Doch ich finde es sehr gut, dass du die negativen Seiten auch angesprochen und wiedergegeben hast (Verkehrsmittel)
Deine Beispiele bezüglich dessen, finde ich sehr gut gewählt :D
Da dein persönlicher Kommentar nicht sehr lang ist, möchte ich noch hinzufügen, dass man merkt, dass du dich sehr intensiv und detailliert mit jenem Thema befasst hast und deine Meinung auch gut repräsentiert hast. Und ich glaube, dass wir in vielen Punkten derselben Meinung sind, und ich finde du hast deinen Arbeitsauftrag in jedem Punkt perfekt ausgearbeitet und wiedergegeben.
Super Beitrag!
Liebe Sandra,
AntwortenLöschenDu bist wirklich intensiv auf das Thema "Wien" eingegangen und man kann durchaus Parallelen zwischen deinem zweiten Beitrag erkennen. Die Stadt hat für dich viele Seiten und das hast du super herausgearbeitet! Auch ich lebe sehr gerne in Wien und trotz vieler Herumreiserei komme ich immer wieder auch aus den von dir genannten Gründen zurück! Ein Rap ist natürlich ein Rap und der muss auch "ganstermäßig" rüberkommen, darum die Beschimpfungen drinnen, aber auch das ist Wiener Alltag...! Super gemacht!
Liebe Tanya, super Kommentar!